Bildung und Vermittlung
 
Aktuelle Ausstellungen
   
 
   
 

Do 6.7. bis Di 31.10.

„Das Wasser stieg, das Wasser schwoll“ – Das Ilmenau-Hochwasser 1941

Es war ein Sonntag. Damals, am 9. Februar 1941. Nach Wochen mit Schnee und Eis hatte plötzliches Tauwetter eingesetzt. Doch die Böden waren noch gefroren, das Schmelzwasser konnte nicht versickern. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde vom bedrohlichen Ansteigen des Wasserpegels der Ilmenau. Und dann trat in der Nacht zum Montag das Wasser über die Ufer: Zunächst liefen nur die Ilmenau-Wiesen zwischen dem Fluss und dem Hindenburgwall – heute Ilmenauufer – voll. Dann suchten die Fluten den Weg in die Stadt: Brückenstraße, Gudesstraße, Schuh- und Schmiedestraße, der Schnellenmarkt, die Rademacher-, aber auch die Lüneburger Straße verwandelten sich im Handumdrehen in Wasserflächen. Der Stadtgraben nahm an der Maschbrücke („Katzenbuckelbrücke“) überlaufendes Ilmenauwasser auf, konnte dieses jedoch am anderen Ende der Stadt nicht mehr in die Ilmenau zurückführen und lief infolgedessen ebenfalls über. Damit standen auch die Ring-, Bahnhof-, Tauben-, Gartenstraße unter Wasser. Es hatte damals nur wenige Stunden gebraucht, um die ganze Innenstadt Uelzens – und damit zahllose Keller – mit sandigem und schlammigem Wasser zu fluten. Die sonst so ruhig und gemächlich dahinfließende Ilmenau war zu einem reißenden Strom geworden, dem letztlich auch die Lange Brücke, die Verbindung zwischen Brückenstraße und Hindenburgwall, zum Opfer fiel.

Dieses Hochwasser ist Thema der Ausstellung, die in mehr als 100 Fotos einen Eindruck davon vermittelt, wie es damals war, als die Ilmenau die Stadt zu einem „Klein-Venedig“ machte. Die Uelzener Fotografen Pagels und Tegeler haben fleißig fotografiert und diese Fotos dann verkauft, denn nur wenige Einwohner der Stadt hatten damals die Möglichkeit, Fotos zu machen.


  So 3.7. bis So 30.10.

„…in jenem Winkel und Ende der Erde“ – Uelzen im Zeitalter der Reformation

Die Einführung der Reformation vollzog sich in Uelzen ohne größere Auseinandersetzungen. 1527 wurde der Propst Herbert von Have von einer Gruppierung evangelisch gesonnener Bürger abgesetzt und der Geistliche an der Heiligen-Geist-Kapelle Johan Aldorp beauftragt, den ersten Gottesdienst im neuen Glauben zu halten. 1529 erfolgte dann die Einsetzung des ersten evangelischen Propstes Heinrich Wenmaring.

Dennoch stellte die Reformation für die Stadt und ihre Bewohner einen wichtigen Einschnitt dar, der sich in vielen Bereichen bemerkbar machte. Unter dem Titel „… in jenem Winkel und Ende der Erde“ – das Zitat stammt aus einem Schreiben Martin Luthers an den Oldenstädter Abt Heino von Gottschalk – beschäftigt sich die Ausstellung mit den Ereignissen der Reformation in Stadt und Region Uelzen und fragt nach deren Folgen für die Stadt und ihre Bewohner.

Die in Zusammenarbeit mit der Stadtarchäologie Uelzen erarbeitete Ausstellung zeigt beispielhaft an einzelnen Bereichen aus Alltag, Politik, Kirche und Kultur, wie die Reformation das Leben in Uelzen während des 16. Jahrhunderts verändert hat. Mit Darstellung der protestantischen Erinnerungskultur in späteren Zeiten gibt sie zudem einen Ausblick bis in die Gegenwart.

Zu der Ausstellung wurde ein museumspädagogisches Begleitprogramm für Grundschulklassen und Schülerinnen und Schüler der SEK I erarbeitet.

Weitere Informationen:
[Museumspädagogisches Begleitprogramm.pdf]

    

 

Sa 4.11. und So 5.11., jeweils 10.00–12.00 Uhr und 15.00–17.00 Uhr

Tango Argentino – Lerne, neben dem Tango tanzen, auch neu zu kommunizieren

Im stilvollen ovalen Saal des Schlosses Holdenstedt – in entspannter Atmosphäre – fühlen wir uns ein auf unser Gegenüber – lernen zu führen und geführt zu werden – üben Achtsamkeit – verfeinern die Wahrnehmung für uns selbst und füreinander. Spielerisch entwickeln wir die Grundlagen von Nähe und Distanz. Bewegungsabläufe erfahren – Impulse aufnehmen und weitergeben und so nach und nach in die nonverbale Kommunikation des Tangos eintauchen...

Im Rahmen des kUEhn-Werkstattwochenendes 2017 bieten Jörg Böttger und Andrea E. Hetzler vier Kurstermine zu je zwei Stunden an. Die Kurse richten sich an alle interessierte Menschen, die den Tango Argentino spielerisch kennenlernen oder die Grundelemente verfeinern möchten. Anmeldung nach Möglichkeit im Paar. Einzelpersonen finden sich im Kurs zu Paaren zusammen.

Kosten: 24 Euro pro Person (inklusive Museumseintritt).
Anmeldung unter: 0176 / 60 81 68 58 oder joerg.boettger@t-online.de

mehr Informationen: www.itangere.com


 

Sa 4.11., 9.00–13.00 Uhr

Camera obscura – Fotografieren mit dem Schuhkarton

Anne Silbereisen, Kunstlehrerin am Lessing-Gymnasium Uelzen, führt in die optischen Grundlagen und den Aufbau einer Camera obscura ein. Nachdem die Teilnehmer selbst eine solche Lochkamera gebaut haben, folgen eigene praktische Arbeiten damit. In und rund um das Schloss Holdenstedt können verschiedene Motive gefunden und abgelichtet werden. Das belichtete schwarz-weiß-Fotopapier wird anschließend entwickelt.

An dem Workshop im Rahmen des kUEhn-Werkstattwochenendes 2017 können Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren teilnehmen.

Kosten: 30 Euro pro Person (inklusive Material) zzgl. Museumseintritt.

Anmeldung bis zum 18.10.2017 bei Anne Silbereisen,
Tel.: 0176 / 70076162 oder kontakt@fotos.de


 

Mi 4.10., 15.00–17.00 Uhr

Wir machen mal Druck – Buchdruck zu Luthers Zeiten

Das Museum Schloss Holdenstedt zeigt eine Ausstellung über die Zeit der Reformation in Uelzen. Martin Luthers Thesen konnten sich vor allem dank der Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg so schnell und erfolgreich verbreiten. 1575 gründete der Buchdrucker Michael Kröner in Uelzen eine Werkstatt. Einige seine Werke werden im Museum gezeigt. Wir wollen uns mit der Druckertechnik befassen und selbst mit Holzbuchstaben drucken.


Zum Mitmachen für Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Die Kosten betragen 5 Euro inklusive Eintritt und Material.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist,
bitten wir um Voranmeldung spätestens bis 29.9.2017 unter der
Telefonnummer (0581) 6037
(Do-Sa 14.30-17.00 Uhr, So 11.00-17.00 Uhr)
oder per E-Mail info@schloss-holdenstedt.de.

 
 

Mi 11. Oktober, 15.00 bis 17.00 Uhr

Wer kennt die Lutherbrötchen? – Geschichte und Herstellung eines Gebäcks

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden im Oktober in fast allen Bäckereien Reformations- oder Lutherbrötchen angeboten. Für die Entstehung und Bedeutung dieses quadratisch aussehenden süßen Gebäcks gibt es verschiedene Erklärungen und Deutungen, denen die Kinder in der Ausstellung zur Reformation nachgehen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit den Ernährungsgewohnheiten zur Zeit Luthers. Anschließend kann das Gebäck selbst gebacken werden.

Zum Mitmachen für Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Die Kosten betragen 5 Euro inklusive Eintritt und Material.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist,
bitten wir um Voranmeldung spätestens bis 6.10.2017 unter der Telefonnummer (0581) 6037
(Do-Sa 14.30-17.00 Uhr, So 11.00-17.00 Uhr)
oder per E-Mail info@schloss-holdenstedt.de.